dieHetzgasse

Bürgerinitiative

"Schützt Gründerzeithäuser vor Spekulation!"

Die Bürgerinitiative setzt es sich zum Ziel, Immobilienspekulationen zu verhindern.

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Online-Petition
Am 06.04.2016 vom Petitionsausschuss in Behandlung genommen. Insgesamt wurden ca. 1600 Unterschriften zur Petition abgegeben.

Beschreibung

Der geplante Abriss des Gründerzeithauses in der Hetzgasse 8 könnte zum Startschuss für den Abriss von vielen Gründerzeithäusern in Wien werden!

Aufgrund einer Diskrepanz zwischen dem Mietrechtsgesetz und der Wiener Bauordnung bestünde für Mieter die Gefahr, aus einem Haus mit bestehenden, unbefristeten Mietverträgen herausgeklagt zu werden, damit das Haus abgerissen werden kann*.

Das MRG schreibt eine Abrissgenehmigung vor, wenn Mieter in einem Wohnhaus vorhanden sind. Die Wiener BO sieht eine Abrissgenehmigung nur in Schutzzonen vor. Auch wenn man seine Miete pünktlich zahlt und sonst kein auffälliges Verhalten hat, könnte hier ohne Abrissgenehmigung eine Auflösung des Mietvertrages eingeklagt werden. (siehe MRG § 30 (2) Ziffer 14, Wiener Bauordnung §§60 ff)

Als zweite, zusätzliche Maßnahme wurde ein Interessensbescheid MRG § 30 (2) Zif. 15 bei der MA 64 gestellt. Es soll nun öffentliches Interesse sein, dass das Haus abgerissen wird und ein neues, für den Vermieter lukrativeres, Wohnhaus errichtet wird. Wird ein für den Vermieter positiver Bescheid erstellt, dann ist der unbefristete Mietvertrag der Mieter einfach aufgehoben.*

Die Hetzgasse 8

Das Gründerzeithaus liegt in einem Ensemble von Gründerzeithäusern. Weithin ist die gegliederte Fassade sichtbar, sogar den vorbeifahrenden Schnellbahnfahrgästen eröffnet sich ein einzigartiges Bild. Die mittlerweile verwitterte Schönheit des Hauses besticht mit aufwendig gearbeiteten Rosen- und Lorbeerkränzen und geschwungenen Fensterstürzen im Bereich der Fassade, und im gesamten Eingangsbereich.

Von U-Bahn und Schnellbahnstation Wien Mitte spazieren Touristen zum Kunst- und Hundertwasserhaus über die Untere Viaduktgasse. Der gesamte Bereich, die gesamte Hetzgasse besteht aus historistischen Gründerzeithäusern. Viele alte Häuser wurden in den letzten Jahren saniert. Das Viertel enorm aufgewertet.

ABER die Hetzgasse 8 ist sukzessive mehr und mehr verwahrlost und über 14 Jahre wurde die Sanierung hinausgeschoben. Die Stadt Wien (Eigentümer bis 2001) hat noch das Dach saniert, dann wurde an einen großen Konzern verkauft. Nun hat man sich für einen ABRISS entschieden.

Abriss und Neubau geplant

Anstelle der Hetzgasse 8 soll ein Neubau entstehen:

  • 10 Etagen
  • 69 Kleinwohnungen mit Balkonen zur Hetzgasse und Untere Viaduktgasse
  • 34 Autostellplätze in zwei Tiefetagen
  • Zwei Geschäfts- bzw. Lokaleinheiten
  • Hauseigener Kinderspielplatz im Hof

Dies würde das derzeitige Gründerzeitensemble des Ortes aufheben bzw. zerstören*.

(*subjektiv)

Wir ersuchen Sie!

  • Unterstützen Sie unsere Forderungen mit Ihrer Unterschrift!
  • Geben Sie die Informationen an Familie, Freunde, Bekannte und Kollegen weiter, und ersuchen Sie auch diese die Unterschriftenliste zu unterschreiben.
  • Unterstützen Sie uns durch Ihre Mitarbeit bei Infoständen oder sonstigen Aktivitäten, sowie mit Kontakten von hilfreichen Medien, möglichen Sponsoren, Ansprechpartnern und Entscheidungsträgern.

So geht's

Forderungen

Wir fordern:

1. entsprechende Änderungen in der Wiener Bauordnung! Widersprüche zwischen dem Mietrechtsgesetz und der Wiener Bauordnung erleichtern Immobilienspekulation – Die eingereichte Klage Hetzgasse 8 darf kein Präzedenzfall werden!

In der Wiener Bauordnung soll verankert werden, dass auch für Miethäuser, die nicht in einer Schutzzone stehen, ein Abriss nur mit behördlicher Genehmigung möglich ist. Dabei ist insbesondere auf die Rechte der Mieter dieser Häuser Bedacht zu nehmen. In der Wiener Bauordnung sollen Sanktionen für Eigentümer von Mietshäusern vorgesehen werden, wenn ein Eigentümer sein Haus über Jahre hinweg verfallen lässt. Ebenso soll verankert werden, dass die Stadt Wien eine Ersatzvornahme zur Sanierung des Hauses vornehmen muss, sobald der Zustand des Hauses für die Mieter unzumutbar wird.

Derzeit bestünde für Mieter die Gefahr, aus einem Haus mit bestehenden unbefristetem Mietverhältnis herausgeklagt zu werden, weil der Vermieter es abreissen will. Das MRG schreibt eine Abrissgenehmigung vor, wenn Mieter in einem Wohnhaus vorhanden sind. Die Wiener BO sieht eine Abrissgenehmigung nur in Schutzzonen vor. Auch wenn man seine Miete pünktlich zahlt und sonst kein auffälliges Verhalten hat, könnte hier eine Auflösung des Mietverhältnisses eingeklagt werden. Entscheiden wird das Gericht! (siehe MRG § 30 Abs 2 Ziffer 14, Wiener Bauordnung §§60ff). Wird die bereits eingereichte Klage zur Hetzgasse 8 ein Präzedenzfall, dann könnten generell Vermieter ihre Mieter mit unbefristeten Mietverträgen aus den Häusern klagen, nur weil dem Vermieter die vereinbarte Miete zu gering ist. Der Vermieter rechnet dann vor, dass das Haus nicht mehr wirtschaftlich sei und erklärt das Haus bei der Baubehörde als Abrisshaus. Mit überschaubarer Vorlaufzeit wäre dies flächendeckend auch in Häusern mit vielen Mietern möglich!

2. den Einsatz der Wiener Stadtregierung für Richtwerte und Mietzinsobergrenze auch bei allen Neubauten.

Für ein förderungsfrei, neugebautes Haus kann der Mietzins freihändig festgesetzt werden. Es gibt keine Richtwerte oder Mietzinskategorien. In der derzeitigen Wiener Mietzinslage bietet das geradezu einen Anreiz alte Häuser nieder zu reißen und durch Neubauten mit kleinen, teuren Wohnungen zu ersetzen.

3. Erweiterung der Schutzzone im Bereich Untere Viaduktgasse – Marxergasse – Löwengasse.

In Schutzzonen schreibt die Wiener Bauordnung eine Abrissgenehmigung vor. Außerhalb dieser können Hausbesitzer jederzeit ihre Häuser abreißen. Wir fordern daher die Ausdehnung der Schutzzone auf o. a. Bereich. Hier befinden sich wunderschöne Gründerzeitbauten, jedoch keine Schutzzone.

Unterstützen Sie die Bürgerinitiative

Jeder Wahlberechtigte über 16 Jahre kann sich an der Bürgerinitiative "Schützt Gründerzeithäuser vor Spekulation!" beteiligen, um die gesetzten Ziele einzufordern. Es genügt, sich einfach in eine Unterschriftenliste einzutragen. Am besten auch gleich Verwandte, Freunde und Bekannte fragen, ob sie sich der Bürgerinitiative anschliessen möchten.

Unterschriftenlisten zum Ausdrucken gibt es als PDF-Download. Die auch nur teilweise ausgefüllten Unterschriftenlisten bitte an

  • Andreas Schilk
  • Hetzgasse 8/13
  • 1030 Wien

schicken, oder hier einen Übergabetermin und Ort vereinbaren.

An folgenden Adressen gibt es die Möglichkeit, sich in die Unterschriftenliste einzutragen:

  • Andreas Schilk, Hetzgasse 8/13, 1030 Wien
    (Bitte tel. Terminvereinbarung: 0650/7154868)
  • TISCHLEREI CHRISTIAN ZENDRON
    1030 Wien, Kegelgasse 2 (Ecke Untere Viaduktgasse)
    Mobil: +43-676-84835722
    www.zendron.at
  • MAYER
    Installationen KG
    1030 Wien, Bechardgasse 14
    Tel.: 01 9615128
  • Tierarztpraxis Hetzgasse
    1030 Wien, Hetzgasse 25
  • Apotheke "Zum heiligen Othmar"
    1030 Wien, Hetzgasse 37
  • Schneiderei
    1030 Wien, Löwengasse 35
  • D & A HAIR
    1030 Wien, Lorbeergasse 6
    Tel.: 01 7132397
  • ES GIBT AUCH...
    Schulbedarf - Künstlerbedarf
    1030 Wien, Kegelgasse 21/GL 2
    www.esgibtauch.com
  • DOMIZIL
    Cafe-Restaurant-Lounge
    1030 Wien, Marxergasse 19
    www.domizil3.at
  • LET'S DO IT - STÜTZ
    1030 Wien, Löwengasse 29
    Tel.: 01 7124417
  • Initiative Denkmalschutz
    1090 Wien, Fuchsthallergasse 11/5 (nahe Volksoper)
    Dienstag zw. 10 und 13 Uhr oder nach tel. Terminvereinbarung
    Tel.: 0699 1024 4216
    www.idms.at

Danke für Ihre Unterstützung!